Tierärztliche Praxis
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  Zecke ist nicht gleich Zecke:
Woher kommen Borreliose, Babesiose & Ehrlichiose?


Kaum zeigt sich der Frühling von seiner schönen Seite, treffen Hunde- und Katzenbesitzer wieder auf alte Bekannte - die Zeckensaison beginnt. Entweder findet man mehr oder weniger vollgesogene weibliche Zecken oder die zwei bis drei Millimeter großen, schwarzen männlichen Exemplare, die auf Haustier oder Mensch herumkrabbeln.

Doch Zecke ist nicht gleich Zecke, es gibt weltweit viele verschiedene Arten. Als Krankheitsüberträger bei unseren Haustieren sind die folgenden von Bedeutung:

Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)
 Verbreitung
Der gemeine Holzbock ist in Europa weit verbreitet, vor allem in Waldgebieten mit viel Unterholz und dichter Graszone. Die Zecken sitzen auf Gräsern und im Gebüsch bis zu einer Höhe von einem Meter und klammern sich an vorbeistreifende Wirtstiere.
 Entwicklung
Nach der Befruchtung (die oft auch auf dem Wirtstier stattfindet) legt die weibliche Zecke am Boden bis zu 3000 Eier ab und stirbt. Aus den Eiern schlüpfen die Larven. Diese suchen sich anschließend Wirtstiere (meist Kleinnager), saugen dort Blut. Danach trennen sie sich von ihrem ersten Wirt und wachsen innerhalb von etwa sechs Wochen zu sogenannten Nymphen heran. Diese befallen ein neues Wirtstier (Hund, Katze), saugen Blut und entwickeln sich in 10 bis 18 Wochen zur erwachsenen Zecke.
 Medizinische Bedeutung
Der gemeine Holzbock überträgt die Borreliose und die FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis) des Menschen.


Auzecke (Dermacentor reticulatus)
 Verbreitung
Die Auzecke ist vor allem in Flußnähe und in feuchten Gebieten (Auwälder, Moorlandschaften, Überschwemmungsgebiete) zu finden. In Deutschland ist sie nur in bestimmten Gegenden heimisch. Das sind die Gebiete um Kehl, Offenburg, Lahr, Emmendingen, Freiburg, München und Regensburg.
 Entwicklung
Der Entwicklungszyklus entspricht dem des gemeinen Holzbocks. Larven und Nymphen befallen vor allem Kleinsäuger, die erwachsenen Zecken parasitieren auf großen Haus- und Wildsäugetieren.
 Medizinische Bedeutung
Die Auzecke überträgt die sogenannte Babesiose.


Braune Hundezecke (Ripicephalus sanguineus)
 Verbreitung
Die braune Hundezecke kommt weltweit in Gebieten warmer Klimazonen vor, in Europa ist sie vor allem auf den Mittelmeerraum begrenzt. Als blinde Passagiere können sie bei Urlaubsreisen nach Deutschland eingeführt werden und Überleben in unseren Wohnungen, wo sie sich auch massenhaft vermehren können.
 Entwicklung
Der Entwicklungszyklus entspricht ebenfalls dem des gemeinen Holzbocks. Larven, Nymphen und Erwachsene Zecken bevorzugen Hunde als Wirtstiere, daher auch die Namensgebung.
 Medizinische Bedeutung
Die Braune Hundezecke überträgt Babesiose, Hepatozoonose und Ehrlichiose.

Schutz vor dem Zeckenbiss bieten Sprays oder Spot-on-Präparate (wie Ex-spot, Frontline) und
Zeckenhalsbänder neuester Generation (z.B. Scalibor). Zudem ist die Borreliose-Schutzimfpung für Hunde empfehlenswert.

 

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   Woher kommen Borreliose,

   Babesiose & Ehrlichiose?

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